Feedback von Birgit
Projekt: Einfamilienhaus
(Schlaf-, Ess- und Wohnbereich, Home-Office, Kinderzimmer, Speicher)
„Es wird greifbar, was Ordnung bedeutet und wie ich es umsetzen kann für mich in mundgerechten Happen. Damit es nicht überfordert..“
Meine liebe Kundin Birgit hat zugestimmt, dass ich folgendes Interview veröffentlichen darf. Wir haben es Ende Juni 2025 geführt. Birgit ist berufstätig und lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in der Nähe von Karlsruhe.
Durch das Teilen ihrer persönlichen Eindrücke möchten wir dazu beitragen, dass auch andere Menschen den Mut für ihre eigene Ordnungsreise fassen.
1. Was war Deine größte Herausforderung beim Aufräumen, bevor Du mit mir zusammengearbeitet hast?
Bei der größten Herausforderung kommt mir sofort „Alles“ in den Sinn. Es war nicht eine Herausforderung, sondern alles. Dieses erdrückende Gefühl. Stapel, überall Dinge, nicht mehr Up-to-date zu sein in meinen Themen.
Mit am belastendsten waren mein Schreibtisch und der volle Esstisch. Da hatte ich echt den Überblick verloren. Gerade bei Themen wie Steuererklärung kam direkt die Frage auf, wo ich die Sachen finde. Zudem gehe ich immer davon aus, dass alles (Aufgaben) ganz schrecklich ist wie zum Beispiel die Erledigung der Steuererklärung.
Als wir im Kleiderschrank nur die Langarm-Shirts ausgemistet haben und ich in kürzester Zeit vier Säcke gefüllt habe, wurde auch das Potenzial beim Ausmisten deutlich. Das hätte ich im Leben nicht gedacht.
2. Hat sich Dein Alltag verändert, seitdem Du das Ordnungscoaching abgeschlossen hast?
Ja, ich spüre eine Veränderung. Ich spüre, dass ich zum Beispiel unser Sideboard im Wohnbereich weitestgehend freihalten kann. Manchmal liegt etwas dort, was nicht dort hingehört, aber es lässt sich schnell klären, damit die Oberfläche wieder frei ist.
Der Esstisch ist teilweise belegt, aber nicht so hoch wie in der Vergangenheit.
Eine meiner Töchter hält die neue Ordnung in ihrem Zimmer sehr gut. Ganz erstaunlich. Sie hat das voll im Griff. Sie weiß durch die Beschriftungen genau, wo was ist und schafft es auch, die Dinge nach dem Benutzten wieder zurückzuräumen. Ihr Zimmer ist seither ordentlich geblieben. Der Boden bleibt weiterhin frei. Neulich hat sie zum Beispiel einmal etwas für sich gespielt und wollte mir das unbedingt noch zeigen, bevor es ins Bett ging. Als ich sie dann gefragt habe, ob wir den Spielkoffer zusammenklappen und zurückräumen können, war das für sie sofort völlig okay.
Bei meiner älteren Tochter im Teenie-Alter läuft es auch größtenteils. Nach der Renovierung ihres Zimmers fehlt jetzt noch ein Schreibtisch, damit sie da auch arbeiten kann. Sie darf jetzt noch lernen, dass benutzte Kleidung nicht einfach auf dem Boden landen soll (lach).
Fortschritte gibt es auch im Ankleidezimmer von mir und meinem Mann, wo sich über drei Jahre Bügelwäsche angesammelt hatte. Da hat mein Mann kürzlich gefragt, wo denn seine Kurzarmhemden seien und als ich ihm die Bügelwäsche gezeigt habe, hat er kurzerhand angefangen zu bügeln. Er hat seine ganzen Hemden selbst aufgearbeitet und gebügelt.
3. Kannst Du ein spezifisches Erlebnis teilen, bei dem Du deutlich einen Unterschied gemerkt hast?
Ich finde immer krass, wenn man an die eigentlich dahinterliegenden Themen kommt wie Mindset und Glaubenssätze. Das ist schon krass, wenn ich merke, was hinter meinem Verhalten teilweise steckt. Man kennt zwar Sätze wie „80 Prozent genügen auch“, aber was das wirklich bedeutet und wie sich das anfühlt, das wirklich loszulassen und nicht 150 Prozent zu geben, das fehlt meistens. Es ist auch innere Arbeit und um am Beispiel zu bleiben, ist es eben besser, etwas ist erledigt als wieder auf irgendeinem Stapel.
Und ich rechne teilweise gar nicht damit, dass etwas geordnet ist und bin dann überrascht.
Das System im Homeoffice zum Bearbeiten von Dokumenten ist auch gut, weil es schnell kanalisiert – zwischen, was ich gleich erledigen kann oder woraus ich eine Aufgabe mache. Anderes Beispiel: Man liest es ja auf jeder Ordnungshomepage oder Selbsthilfegruppe für Ordnung, dass man große Aufgaben in kleine Aufgaben aufteilen soll. Das hab ich aber nie wirklich fühlen können, was das heißt oder wie ich das machen soll. Weil ich immer gedacht habe „Nein, dann ist ja da der riesige Berg, der bleibt und dann verdränge ich es lieber“. Und inzwischen kann ich das eher greifen und große Aufgaben in Teilschritte aufteilen.
Was ich auch merke, als ich das Thema ADHS nochmal angegangen bin, dass ich es auch mit Hilfe der ärztlichen Unterstützung inzwischen besser schaffe, unwichtigere Aufgaben nicht anzugehen und mich stattdessen besser auf die aktuellen Prioritäten konzentrieren kann. Ich merke, wenn ich mich verdaddle und mein Gehirn quasi sich eher auf neue E-Mails stürzen will, statt an einer wichtigen Aufgabe zu bleiben.
Ich habe gelernt, dass ich mich davon lösen muss, den Impulsen meines Gehirns ständig nachzugeben. Wenn ich im Hyperfokus bin, kann ich Aufgaben super abarbeiten, aber sobald ich eine Art Leerlauf ohne konkreten Zeitdruck spüre, sind neue Nachrichten im Posteingang deutlich spannender als irgendwelche Aufgaben, die auf mich warten. Mein ADHS-Hirn interessiert sich null komma null für Prioritäten und will ständig Neues.
Während des Coachings habe ich auch gelernt wertzuschätzen, was ich alles mache. Ich war immer in dem Zustand, dass es nicht reicht, dass es an Unorganisiertheit oder Faulheit liegt und ich immer schuld bin.
4. Was hat Dir an unserer Zusammenarbeit beziehungsweise meiner Herangehensweise besonders gut gefallen?
Da kann ich ganz viel nennen. Es ist zum einen Deine Persönlichkeit. Es macht einfach unheimlich viel Spaß. Es ist mehr wie mit einer Freundin zu räumen. Und dass dieses ätzende Thema Aufräumen, nicht ätzend sein muss, wenn wir das zusammen machen, ist immer gut. Und man sieht die Fortschritte und Du unterstützt mich auch, während ich mir zum Beispiel noch Gedanken zu etwas mache – das war so extrem hilfreich. Es macht einfach Spaß.
5. Würdest Du das Coaching anderen empfehlen und wenn ja, warum?
Ja, uneingeschränkt! Absolut uneingeschränkt zu empfehlen. Aus meinem beruflichen Kontext heraus (Birgit arbeitet in einem internationalen Gesundheitsunternehmen) nach dem Motto „Ein Medikament muss wirksam und verträglich sein“, kann ich zum Coaching sagen, dass die Wirkung super ist. Weil man nach jedem Tag einen Unterschied sieht und es Klarheit bringt. Zusätzlich macht es auch noch Spaß.
Das Coaching ist immer nach vorne ausgerichtet – also auch wenn man mehrere Termine braucht, ist es ja nicht bis zum Lebensende ausgerichtet, sondern man kommt selbst ins Tun und kontinuierlich voran.
Und es ist hoch individuell, also nicht mit irgendwelchen doofen Tipps, die jeder schon rauf und runter kennt. Sondern es wird greifbar, was Ordnung bedeutet und wie ich es umsetzen kann für mich in mundgerechten Happen. Damit es nicht überfordert. Und selbst das kann ja am Anfang noch überfordernd im Alltag sein. Und da bleibst Du halt immer wertschätzend. Du bist in Deiner Person einfach so super wertschätzend, dass man sich auch öffnen und auch die Themen bearbeiten kann, die man sonst nicht jedem zeigt.
Liebe Birgit, ich bedanke mich von Herzen für Dein positives und wertschätzendes Feedback.